Soziales und gesellschaftspolitisches Engagement am EBERT
Unsere Schülerinnen und Schüler werden ermutigt, über den eigenen Horizont hinauszublicken, Verantwortung zu übernehmen und sich aktiv mit sozialen, gesellschaftlichen und politischen Fragestellungen auseinanderzusetzen. Durch Projekte, Initiativen und praktische Erfahrungen fördern wir Empathie, Zivilcourage und demokratisches Handeln ? als Grundlage für eine mündige, solidarische und engagierte Teilhabe an unserer Gesellschaft. Hier finden Sie eine Auswahl unserer sozialen und gesellschaftspolitischen Aktivitäten.
Unten aufgeführt sehen Sie die Aktivitäten der letzten Zeit.
Eine Gesamtübersicht über unser gesellschaftspolitisches Engagement finden Sie hier.
Mit vollgepackten Taschen und spürbarer Vorfreude machte sich die 5MT2 auf den Weg ins Seniorenheim im Petersweg. Dort wurden die Schülerinnen und Schüler schon im Großen Saal erwartet und sehr herzlich begrüßt.
Nach den ersten Gesprächen ging alles ganz schnell. Die Arbeitstische waren im Nu vorbereitet, Farben und Pinsel lagen bereit. Die Kinder suchten sich jeweils eine Partnerin oder einen Partner aus und setzten sich zusammen. Schon nach kurzer Zeit wurde konzentriert gemalt, aber auch viel geredet und gelacht. Es entstanden bunte Osterbilder und viele fröhliche Frühlingsblumen.
Während des Malens kamen die Tandems ins Gespräch. Die Schülerinnen und Schüler hörten interessiert zu und staunten nicht schlecht, als sie erfuhren, dass einige der Bewohnerinnen und Bewohner bereits 96 Jahre alt sind. Es wurden Geschichten erzählt, Erinnerungen geteilt und auch viel gelacht. Frau Kiss und das Pflegepersonal beobachteten das Ganze mit großer Freude. Es war schön zu sehen, wie selbstverständlich Jung und Alt miteinander umgingen.
Ein besonderes Highlight war Conrad, der im großen Saal ein Klavier entdeckte. Er setzte sich kurzerhand und spielte einige Stücke. Die Musik erfüllte den Raum und sorgte für eine ganz besondere Stimmung.
Zum Abschluss wurden die entstandenen Werke noch einmal gemeinsam betrachtet. Es gab eine kleine Ausstellung, bei der alle Bilder einen Platz fanden. Einige Kinder entschieden sich sogar, ihre gemeinsam gestalteten Werke den Seniorinnen und Senioren als Erinnerung an diesen besonderen Vormittag zu schenken.
Über den ganzen Vormittag hinweg war die Stimmung gelöst und fröhlich. Man konnte in viele zufriedene Gesichter schauen. Für die Bewohnerinnen und Bewohner war der Besuch eine willkommene Abwechslung, und auch die Kinder nahmen viele Eindrücke mit.
Am Ende blieb nicht nur eine Sammlung bunter Bilder, sondern vor allem das Gefühl, gemeinsam eine schöne Zeit verbracht zu haben. Vormittag, der sicher noch lange in Erinnerung bleibt.
Zur Krönung gab es auf dem Schulhof noch ein leckeres Eis!
Alexandra Kiss
Das große Projekt "Feste der Demokratie" zu Ehren des Schulnamensgebers vom Januar und Februar 2025, das im Januar bereits mit dem Hamburger Bertini-Preis ausgezeichnet wurde, hat gerade zusätzlich einen bundesweiten Preis erhalten.
Im Juni dürfen drei unserer Schüler:innen zu einer dreitägigen Vernetzungstagung nach Berlin reisen und dort das Projekt vorstellen und andere Engagierte jungen Menschen treffen.
Dies ist uns eine große Ehre und wir hoffen, dass daraus spannende neue Ideen für künftige Projekte hervorgehen. "Feste der Demokratie" will die Schule nämlich künftig regelmäßig feiern.
Stefanie Engel
Im Januar 2025 liefen an unserer Schule die Pläne und Aktivitäten zu Ehren des 100. Todestages unseres Schulnamensgebers an: Friedrich Ebert, ab 1919 erster Reichspräsident der damals frisch gegründeten Weimarer Republik und überzeugter Demokrat.
Dann erreichte uns die Information, dass die große Friedrich-Ebert-Halle, in den 1920er Jahren als Stadthalle Harburgs erbaut, für Wahlkampfveranstanstaltungen zur anstehenden Bundestagswahl vermietet worden war. Das fanden wir schon merkwürdig. Die Halle gehört, obwohl auf demselben Gelände, nicht zur Schule und auch wir müssen unsere Vollversammlungen, Schulkonzerte und Theateraufführungen dort lange vorher anmelden. Sehr wohl wird sie immer wieder vermietet, ob ihrer besonderen Akustik sogar für Tonaufnahmen. Doch eine politische Veranstaltung dort führte in der Öffentlichkeit zu Missverständnissen. Für viele Menschen im Stadtteil sah es so aus, als hätte die Schule, die sich nach dem Sozialdemokraten Friedrich Ebert benennt, selbst eine Partei eingeladen, die in Teilen als gesichert rechtsextrem gilt.
Unseren geplanten Feierlichkeiten gab das extra Auftrieb. Wir weiteten die geplante Veranstaltung zu einem mehrteiligen Fest mit weithin sichtbarer bunter Dekoration der Schule aus. Die Banner für Vielfalt, Toleranz und Respekt zogen Neugierige aus dem Viertel an, die kräftig mitfeierten. Auf einmal war die breite Freitreppe vor der Ebert-Halle mit Straßenkreide in Regenbogenfarben bemalt und quer über die 50 Meter des Innenhofs hing ein gigantisches "Demokratie braucht keine Alternative".
Obwohl Freitagnachmittag und an einem Samstag gefeiert wurde, waren Schüler:innen aller Jahrgänge, Lehrkräfte und viele Eltern, Familien und Freund:innen daran beteiligt. So wurde noch viel breiter und lebendiger über Friedrich Ebert und die demokratischen Werte gesprochen, als wir es uns für unsere Gedenkfeier erhofft hatten.
Die Presse kam, das NDR Hamburg Journal berichtete. Und heute werden nun stellvertretend für die Schulgemeinschaft 32 unserer Schüler:innen mit dem Bertini-Preis ausgezeichnet.
Den Beitrag des Hamburg Journals finden Sie hier.
Text: Stefanie Engel
Copyright Bilder: Jonas Walzberg für Bertini-Preis
Seit heute gibt es an unserer Schule jeweils eine neue Pfand-Box in beiden Flügeln. Die Idee dazu stammt von der Klasse 10MT2, die mit dieser Aktion Geld für ihre Abschlussfeier sammelt. Gleichzeitig verfolgen die Schülerinnen und Schüler ein Ziel, das über den eigenen Jahrgang hinausgeht: Nach der Abschlussfeier soll die Pfand-Box weiter genutzt werden und dauerhaft der Schulgemeinschaft zugutekommen.
Das Projekt verbindet auf gelungene Weise praktisches Engagement mit dem Gedanken der Nachhaltigkeit. Leere Pfandflaschen und Dosen werden nicht mehr achtlos weggeworfen, sondern bewusst gesammelt und dem Recyclingkreislauf zugeführt. So leistet jede abgegebene Flasche einen kleinen Beitrag zum Umweltschutz und zeigt, dass verantwortungsvolles Handeln auch im Schulalltag möglich ist.
Besonders hervorzuheben ist der Einsatz der 10MT2 bei der Umsetzung. Die Klasse hat die Pfand-Box selbst geplant, gestaltet und organisiert. Dabei ging es nicht nur darum, Geld zu sammeln, sondern auch darum, Verantwortung zu übernehmen und ein gemeinsames Projekt für die Schule auf die Beine zu stellen.
Unsere Schulgemeinschaft ist eingeladen, die Pfand-Boxen zu nutzen und mitzumachen. Wer seine Pfandflaschen dort einwirft, unterstützt zunächst die Abschlussfeier der 10MT2 und später weitere schulische Vorhaben. Die Pfand-Boxen zeigen damit, wie Eigeninitiative, Umweltbewusstsein und Zusammenhalt an unserer Schule ganz konkret gelebt werden.
Alexandra Kiss
In diesem Jahr setzten die Klassen 8T2, 8T3, 5T, 5MT2 sowie der Kunstkurs des 11. Jahrgangs ein besonders herzliches Zeichen der Verbundenheit: Gemeinsam gestalteten sie weihnachtliche Bilder und Karten für die Bewohnerinnen und Bewohner des Domicil-Pflegeheims im Petersweg.
Mit Kreativität, Farben, unterschiedlichen künstlerischen Medien und weihnachtlicher Stimmung entstanden über mehrere Tage hinweg zahlreiche kleine Kunstwerke. Die handgefertigten Karten enthielten persönliche Grußbotschaften, Wünsche und freundliche Worte. Gerade in der Adventszeit eine schöne Geste, die verbindet und Freude schenkt.
Heute machten sich die Schülerinnen und Schüler der 8T3 mit Frau Kiss schließlich auf den Weg zum Pflegeheim, um ihre weihnachtliche Post persönlich zu überreichen. Vor Ort kam es zu vielen herzlichen Begegnungen: Strahlende Gesichter, dankbare Worte und ein warmes Miteinander prägten die Übergabe. Für unsere Schülerinnen und Schüler war es ein bewegender Moment zu sehen, wie ihre Gesten der Aufmerksamkeit und Wertschätzung bei den älteren Menschen ankamen.
Die Verbindung zwischen beiden Generationen besteht nicht erst seit diesem Projekt. Schon in der Vergangenheit gab es gemeinsame künstlerische Aktionen, bei denen Jung und Alt zusammen kreativ wurden. Diese Erfahrungen schufen Vertrauen, Nähe und gegenseitige Wertschätzung, was auch bei der heutigen Begegnung deutlich zu spüren war. Umso schöner, dass die Schülerinnen und Schüler ihre Kunstpartner wieder trafen.
Ein herzliches Dankeschön an alle beteiligten Klassen und das Domicil-Pflegeheim für dieses gelungene generationsübergreifende Projekt, das zeigt: Kleine Gesten können große Freude schenken.
Alexandra Kiss
Hamburg, 9. Oktober 2025 – Die Schülerinnen und Schüler der IVK-ESA-Klasse des Friedrich-Ebert-Gymnasiums erlebten Demokratie hautnah: Bei einem ganztägigen Workshop in der Landeszentrale für politische Bildung Hamburg setzten sie sich kreativ und praktisch mit den Grundprinzipien einer demokratischen Gesellschaft auseinander.
In ihren Reflexionen zeigten die Schülerinnen und Schüler, wie nachhaltig der Tag gewirkt hat:
"Ich habe verstanden, dass jeder Mensch eine Stimme hat und Zusammenarbeit wichtig ist", schrieb Oleksandr.
Mariia ergänzte: "Demokratie ist nicht nur Politik, sondern eine Art zu leben – mit Freiheit, Respekt und Verantwortung."
Auch Amal hob hervor, wie wertvoll der Tag war: "Ich habe mich sehr wohl gefühlt und viel Neues über Gesetze und Gleichberechtigung gelernt."
Beatriz lobte die kreative Aufgabe, ohne Pinsel zu malen: "Das hat gezeigt, wie man gemeinsam kreativ sein kann."
Und Ahmed berichtete begeistert, er habe spielerisch viel über Würde, Freiheit und Zusammenleben gelernt.
Am Ende des Tages war für alle klar: Demokratie kann nur durch gemeinsames Handeln, gegenseitigen Respekt und die Bereitschaft, Verantwortung zu übernehmen, zustande kommen.
Nuria Acacio López
Am 9. November 1938 brannten in Deutschland die Synagogen. Die Schaufensterscheiben von Juden wurden eingeworfen, sie wurden verprügelt, 30.000 von ihnen kamen ins KZ, aus dem sie erst entlassen wurden, wenn sie versprachen, auszuwandern.
An diese und andere Verbrechen der Nationalsozialisten erinnern wir seit einigen Jahren mit der Veranstaltung "Heimfeld leuchtet", die das Ebert-Gymnasium gemeinsam mit der Kirche und der Musikakademie veranstaltet.
So auch in diesem Jahr: Von der Pauluskirche aus führte zunächst ein Rundgang zu drei Stolpersteinen im Umkreis unserer Schule und Pastorin Arnholz erzählte vom bitteren Schicksal der Menschen, die dort gewohnt hatten. Anschließend gab es in der Pauluskirche ein Konzert mit Musik von jüdischen und nichtjüdischen Komponisten, und der Theaterkurs von Herrn Milde zeigte in einer Spielszene auf, wie Schuld nach dem Krieg verdrängt und vergessen wurde.
Gegen dieses Vergessen richtete sich der ganze Abend: Nie wieder! Am Ende sangen alle 300 Besucher die "Moorsoldaten".
Philipp Heyde
Helmut Schmidt (1918–2015) war der fünfte Bundeskanzler der Bundesrepublik Deutschland. Legendär waren die Gespräche, zu denen er Prominente (Politiker, Wissenschaftler, Künstler) in sein Reihenhaus in Hamburg-Langenhorn einlud, um über drängende Probleme zu diskutieren. Nach seinem Tod wird diese Tradition von der Helmut-und-Loki-Schmidt-Stiftung fortgesetzt, und am 12. Oktober waren es Schüler:innen, die über Schule und Demokratie diskutierten. Dabei waren Maria, Malte und Gunnar vom Ebertgymnasium (plus Herr Heyde als Begleitung), drei Schüler:innen vom (natürlich!) Helmut-Schmidt-Gymnasium mit ihrem Schulleiter, eine Fachkraft für Demokratiepädagogik vom Landesinstitut und der Bundestagsabgeordnete Metin Hakverdi, der die Idee zu diesem Treffen hatte.
Es moderiert die Journalistin Jeannette Otto von der ZEIT, wo Helmut Schmidt lange Herausgeber gewesen war. Vorher gab es eine Führung durch das Haus, nachher gab es zu Essen, in der Hauptsache diskutierten die Schüler:innen aber lebhaft und kontrovers darüber, wie man politische Bildung an der Schule verbessern kann, ob Schule und Demokratie nicht eigentlich Gegensätze sind und, ganz aktuell, ob sie angesichts der veränderten Weltlage bereit wären, Wehrdienst zu leisten.
Ein überaus interessanter Nachmittag, der hoffen lässt, dass das nicht das letzte Helmut-Schmidt-Gespräch mit Schüler:innen war!
Philipp Heyde
Dana Geißler hat zusammen mit Sophia Szczepanski, Sofia Gerstendorf, Frieda Maier, Theodor Vonrath und Lilli Breckmann (alle aus der jetzigen 7MT1) im letzten Schuljahr im Rahmen von TZZ eigenverantwortlich während des gesamten Schuljahres Konzerte im Altenheim organisiert, geprobt und durchgeführt.
Außerdem hatten weitere Schüler*innen der jetztigen 7MT1 und 7MT2 Gastauftritte bei den Konzerten im Altenheim.
Vor einigen Wochen hat Dana Geißler das Projekt überraschend beim Harburger Bürgerpreis nominiert und die Gruppe wurde mit Ihrem Projekt für den ersten Platz ausgezeichnet.
Wir gratulieren herzlich zu dem besonderen Engagement!
Julia Ahlers
Mit Beats und eigenen Texten setzen sich die Schüler*innen des Friedrich-Ebert-Gymnasiums für zentrale Werte ein: Gleichberechtigung, Respekt, Frieden, Solidarität, Vielfalt, Mitbestimmung und die Rechte von Kindern weltweit.
Gewalt, Kriege und Konflikte treffen häufig die Schwächsten einer Gesellschaft. Die aktuelle weltweite politische Lage sorgt leider dafür, dass das Video heute noch genauso relavant ist wie zum Zeitpunkt der Videoproduktion im Sommer 2025. Deshalb fordern wir Frieden – und zwar weltweit.
Mit dem Video "Ebert rappt für Vielfalt", welches in der Projektwoche im Sommer 2025 entstanden ist, setzen wir ein klares Zeichen: Kinder haben überall auf der Welt ein Recht auf Frieden, Sicherheit und eine gute Zukunft.
Das Video entstand in Kooperation mit dem Projektfonds Kultur & Schule und der Hiphop Gang.
Und hier sehen Sie jetzt die Videoproduktion:
Taner Patan / Julia Ahlers
